Tipps mit Haustürgeschäften

- Vorsicht vor Neppern, Schleppern und Bauernfängern!

Trotz zahlreicher Warnungen von Behörden und Medien werden viele Menschen immer noch Opfer unseriöser Verkäufer oder Betrüger.

Jeder kennt die Situation: 
Es klingelt an der Tür und ein Vertreter versucht das ultimative Reinigungsgerät oder ein Zeitschriften-Abonnement zu veräußern. 
Gerade ältere Mitbürger sind den Verkaufstricks oft nicht gewachsen und gehen vertragliche Verpflichtungen ein, aus denen sie sich – teilweise auch mit juristischen Beistand – nur sehr schwer wieder herausmanövrieren können.

Zu diesen so genannten Haustürgeschäften einige Tipps:
Grundsätzlich ist bei Verkäuferbesuchen an der Haustür ein gesundes Misstrauen nie verkehrt. Jeder Hausierer ist rechtlich gesehen ein Reisegewerbetreibender und benötigt als solcher eine Reisegewerbekarte (§ 55 der Gewerbeordnung), die von seiner Heimatgemeinde ausgestellt wird. Allein die Frage nach dieser Reisegewerbekarte beendet meist rasch langwierige Diskussionen mit Mitgliedern einer Drückerkolonne. Denn ehrliche Reisegewerbetreibende habe eine solche Karte und zeigen sie ohne Widerspruch vor.
Ist der Verkäufer Angestellter eines Reisegewerbetreibenden, so muss er dessen Reisegewerbekarte, bzw. eine beglaubigte Kopie bei sich haben und auf Verlangen vorzeigen. 

Gerade in der Vorweihnachtszeit wird vielfach für einen karitativen Zweck gesammelt. Betrüger nutzen dabei leider oft das gute Herz vieler Menschen aus. 

Hier ist zu beachten:
Wer an der Haustür oder an öffentlichen Straßen und Plätzen Sammlungen durchführt, benötigt eine Sammlungserlaubnis (§ 1 Sammlungsgesetz von Rheinland-Pfalz). Dies gilt sowohl für die Sammlung von Geld und Sachspenden als auch die Werbung von Fördermitgliedern (z.B. durch Abgabe einer Einzugsermächtigung von Mitgliedsbeiträgen). In der Sammlungserlaubnis hat die zuständige Behörde Art, Ort um Umfang der Sammlung genau festgelegt. Die sammelnde Person hat die Erlaubnis auf Verlangen vorzuzeigen.

In der Vergangenheit waren immer wieder Drückerkolonnen aktiv. Sie warben ohne Sammlungserlaubnis unter Zuhilfenahme herzzerreißender Bilder (Tierversuche, unterernährte Kinder) für Spenden und Fördermitgliedschaften dubioser Organisationen. Auch hier beendet die Frage nach der Sammlungserlaubnis meistens penetrante und lästige Werbegespräche. 

Besonders verwerflich bei diesen illegalen Machenschaften ist, dass sie das Spendenaufkommen ehrlicher Vereine schmälern und diese in ihrer wichtigen Aufgabenerfüllung schädigen. Denn das in gutem Glauben an falsche Samariter gespendete Geld dient meist nur dazu, diesen oder Ihren Hintermännern ein schönes Leben zu ermöglichen.

Übrigens: Einem Haustürgeschäft kann binnen zwei Wochen widersprochen werden. Dazu sollte auf dem Vertrag deutlich sichtbar das Datum vermerkt werden. 

Behalten Sie immer ein Kopie aller Dokumente die Sie unterschreiben. Das Widerrufs- oder Rückgaberecht besteht allerdings nicht, wenn das Verkaufsgespräch zuvor terminlich vereinbart wurde oder die vereinbarte Leistung sofort erbracht wird und der Kaufpreis dabei 40 Euro nicht übersteigt.

Verkaufsgespräche am Telefon:
Mittlerweile zu einer regelrechten Plage ist das Verkaufsgespräch per Telefon geworden. 

Als Einstieg dient oft die irreführende Behauptung, man führe eine Umfrage durch. Die Rechtslage ist aber ziemlich eindeutig: Ungebetene Telefonanrufe zu Werbezwecken sind prinzipiell wettbewerbswidrig. Anrufe im Privatbereich, die der Anbahnung von Geschäftsabschlüssen dienen, sind nur dann zulässig, wenn der Angerufene zuvor sein Einverständnis erklärt hat.
Oft teilen Anrufer auch mit, dass Sie in einer Lotterie gewonnen hätten. Mit dieser Masche wird oft versucht, an Ihre Kontodaten zu kommen („wo sollen wir das Geld hin überweisen?“) oder den „glücklichen Gewinner“ irgendwo hin einzuladen, wo ihm dann im Rahmen einer Verkaufsveranstaltung überteuerte Waren angedreht werden.
Hier hilft der gesunde Menschenverstand weiter: Wo ich nicht mitgespielt habe, kann ich auch nicht gewinnen.

Hängen Sie einfach ein oder legen Sie den Hörer auf die Seite aber geben Sie keinesfalls irgendwelche persönlichen Daten heraus.

Falsche Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen:
Beliebt bei Gaunern aller Art ist das Auftreten als angeblicher Mitarbeiter eines Versorgungsunternehmens (z. B. Gemeindewerke oder Telekom). Unter dem Vorwand, die Leitung überprüfen zu müssen, verschaffen sich Diebe Zugang in die Wohnung. 
Grundsätzlich gilt: Lassen Sie im Zweifel niemanden leichtfertig in die Wohnung! 
Echte Mitarbeiter haben stets einen Dienstausweis oder ein Schreiben des Unternehmens dabei, das sie autorisiert. Dort ist auch eine Telefonnummer zur Rückfrage vermerkt. 

Ein Tipp:
Es bietet sich auch die Frage nach der eigenen Kundennummer an, um die Legitimation des angeblichen Mitarbeiters zu überprüfen. Kommt er tatsächlich wie behauptet von dem Dienstleitungsunternehmen, bei dem Sie Kunde sind, so ist ihm diese bekannt. Dies gilt auch beim Angebot von Versorgungsverträgen an der Haustür.

 


 
 
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